Waldbaden - Wald-Gesundheitstraining

Der Wald bietet unseren Sinnen Erholung und Erlebnis zugleich! 

1.     Was erwartet Dich beim Waldbaden 

Beim Waldbaden entschleunigen wir und erlauben uns, die Langsamkeit zu erleben. So wird in der Regel bei einem 3-stündigen Waldbaden eine Wegstrecke von gerade mal 2,5 - 3 km zurückgelegt. Der grundlegende Unterschied zu einer Wanderung ist der Fokus, der darin liegt zur Ruhe zu kommen. Wir erleben und entdecken den Wald.  

 

Eine Reihe von Übungen unterstützen uns dabei, ganz in die Atmosphäre des Waldes einzutauchen: 

  •  Achtsames Gehen mit langsamem Tempo 
  •  Wahrnehmungsübungen mit allen Sinnen
  •  Atemübungen 
  •  Leichte Bewegungsübungen 
  •  Geführte Meditation
  •  Gestaltungsübungen
  •  Erspüren des eigenen Körpers und der Naturelemente 
  •  Entspannung des Geistes 
  •  Gedanken und Grübeln treten in den Hintergrund 
  •  Erleben des Hier und Jetzt 

 

Wir konzentrieren und ganz auf das, was ist. Dadurch treten wir im Außen mit der Natur und im Innern mit uns selbst in Verbindung. 

2.     Gesundheitliche Aspekte des Waldbadens

Die Heilkraft der Bäume hilft uns, in Balance zu kommen, die Seele zu heilen und körperliche Beschwerden zu lindern. Weltweite Studien, in den verschiedensten Bereichen der Medizin und der Psychologie, belegen die Heilkraft des Waldes und wie diese gesundheitsfördernde Wirkung durch das Waldbaden verstärkt werden kann. 

 

Waldbaden ist hilfreich zur: 

  •  Stärkung des Immunsystems:  Zunahme der natürlichen Killerzellen 
  •  Aktivierung des Parasympathikus (= Ruhe-, Erholungsnerv) 
  •  Absinken der Stresshormone Cortisol und Adrenalin 
  •  Linderung von Atemwegserkrankungen 
  •  Steigerung der Konzentration 
  •  Absinken des Blutdrucks und der Pulsfrequenz 
  •  Harmonisierung der Herzfrequenz 
  •  Verbesserung der Schlafqualität 
  •  Entspannung von Körper und Geist  

3.     Was ist Waldbaden?  

Auch wenn der etwas irreführende Begriff des Waldbadens ein Badeerlebnis in einem Waldsee vermuten lassen könnte, so können Badesachen getrost zu Hause bleiben. Auch geht es nicht darum zu wetteifern und uns in einem Schneller, Höher und Weiter zu messen. Sportveranstaltung ist es also auch keine.  

Gemeint ist das bewusste, langsame und achtsame Eintauchen in die Natur mit allen uns zur Verfügung stehenden Sinnen. Diese werden zunächst geschärft (als Schutz vor Reizüberflutung sind diese im Alltag eingeschränkt) um dann bewusst genutzt zu werden. Jeder einzelne Sinn ermöglicht uns den Wald auf unterschiedliche Weise zu erfahren und zu erleben.  

  • Riechen:                Pilze, Harz und Waldboden 
  • Hören:                    Rauschen der Bäume, Vogelkonzert -  Synphonie des Waldes 
  • Sehen:                    Licht, Schatten, unterschiedlichste Grüntöne 
  • Fühlen:                   Wind, Schatten, Sonne, Moos, Rinde 
  • Schmecken:          Luft, Früchte des Waldes 
  • Gemütszustand:  Freude, Ruhe, Entspannung 

4.     Der Ursprung des Waldbadens 

Der Ursprung des Waldbadens liegt in Asien und wird in Japan als Shinrin Yoku bezeichnet. Dort wurde das wörtlich übersetzte „Eintauchen in die Atmosphäre des Waldes“ 1983 als präventive und gesundheitsfördernde Maßnahme für die breite Bevölkerung ins Leben gerufen. Aus dieser Begrifflichkeit hat sich im deutschsprachigen Raum der Begriff des Waldbadens etabliert.

Seit 2005 sind in Japan mehr als 60 Forest Therapy Stations = Waldtherapie-Areale entstanden. Europas erster ausgewiesener Kur- und Heilwald auf der Ostseeinsel Usedom lädt seit Ende 2016 seine Besucher ein, mit allen Sinnen in die leisen Klänge der Natur einzutauchen.